Mein Patenfrosch

Mein kleiner Patenfrosch im Rheiner Naturzoo ist ein Wasserfrosch, lat. rana esculenta. Das Wort "esculenta" (=essbar) weist darauf hin, daß bereits früher die Schenkel dieser Tiere gegessen wurden... Ein Grund mehr, ihn mit einer Patenschaft zu schützen!

Diese sehr mitteilsamen Frösche haben sich schon so manchen Nachbarn zum erbitterten Feind gemacht und waren Gegenstand diverser Gerichtsverhandlungen. Dabei haben sie nur nach dem anderen Geschlecht gerufen, um sich endlich zu paaren.

Bei dem Wasserfrosch handelt es sich um einen Hybriden aus Seefrosch und Teichfrosch, wobei er sich die Anpassungsfähigkeit beider Froscharten zu Nutzen gemacht hat. Darüber hinaus kann er sich eigenständig vermehren.

Überwintern können die Frösche im Wasser oder im Boden nahe des Wassers. Sie fallen dabei nicht in Winterstarre, sondern sind jederzeit zur Flucht bereit. Ab März werden die grünen Hüpfer wieder aktiv und beginnen dann ab Mitte April mit den Balzritualen. Einige sonnige Tage am Stück und eine Wassertemeperatur um 20°C bringen den Quaker in Fortpflanzungslaune. Nach der Laichzeit verstummt das Orchester bis auf ein paar wenige.

Den Rheiner Naturzoo kann ich jedermann empfehlen, der gerne auf superexotische Tiere verzichtet, dafür lieber heimische Störche freilebend hautnah in einem Reservat erleben möchte.

Der Höhepunkt des Zoos aber ist natürlich das Affenfreigehege. Hier heißt es "Hut festhalten und Reiseproviant verstecken". Dann trägt man auch schon mal einen Affen mittleren Gewichts auf dem Kopf spazieren und lässt ein paar Haare, denn der Kleine möchte sich ja sanft abseilen!
Immer einen Besuch wert und für 5 € (Stand Juli 2003) durchaus erschwinglich